Folge 19 Die spannende Welt der Neurologie
Shownotes
In dieser Folge von „Mir zuliebe“, dem Gesundheitspodcast der Klinik Diakonissen Linz, spricht Dr. Kambiz Yazdi, Facharzt für Neurologie und Spezialist für Schmerztherapie, über ein faszinierendes Thema: das Gehirn – unser erstaunlichstes und gleichzeitig komplexestes Organ. Es steuert nicht nur Gedanken, sondern auch Bewegungen, Emotionen und vieles mehr. Sie tauchen ein in die spannende Welt der Neurologie und erfahren, wie sich verschiedene Schmerzarten unterscheiden, woran Migräne erkannt werden kann und welche Rolle Bewegung insbesondere bei chronischen Schmerzen spielt. Außerdem erklärt Dr. Yazdi, warum Aktivität und gezieltes Training wichtige Bausteine in der Schmerztherapie sind. Hören Sie rein und erfahren Sie mehr über den richtigen Umgang mit neurologischen Erkrankungen und chronischen Schmerzen: https://www.linz.diakonissen.at/
Transkript anzeigen
00:00:01: Herzlich willkommen bei mir zu Liebe, dem Gesundheitspodcast der Klinik Diakonissen Linz.
00:00:10: In dieser Episode dreht sich alles um ein faszinierendes Thema!
00:00:13: das Gehirn.
00:00:14: Unser erstaunlichstes und zugleich komplexestes Organ.
00:00:18: Er steuert nicht nur Gedanken, sondern auch Bewegungen, Emotionen und vieles mehr!
00:00:23: Heute tauchen wir ein in die spannende Welt der Neurologie – und haben mit Herrn Dr.
00:00:27: Kambis Yatzte facherst für Neuroologie einen Spezialist für Schmerztherapie, einen anerkannten Experten zu Gast.
00:00:33: Herzlichen Dank Herr Dr.
00:00:34: YatzTe, dass Sie heute bei uns sind und wir mit Ihnen gemeinsam eintauchen dürfen.
00:00:38: Vielen Dank für die Einladung.
00:00:39: Herr Yatz, starten wir sofort hinein in Ihr spannendes Thema Neurologie, das ist ein großer Begriff der meistens für Menschen die nicht aus dem Fach kommen gar nicht begreifbar ist.
00:00:50: Was umfasst er?
00:00:51: Was kann man sich darunter alles vorstellen?
00:00:54: Die Neurologe beschäftigt sich mit den Erkrankungen vom Gehirn, vom Rückenmark und der Nerven- und Muskeln.
00:01:01: Die Schwerpunkte meiner Arbeit sind die Diagnostik und Behandlung von Kopfschmerzen, Vergesslichkeit und Dementen, Zittern und Morbus Parkinson Gefühlstörungen in Armen und Beinen, Polyneuropathie Unruhige Beine Stichwort Recesslexyndrom Schwindel- und Gleichgewichtsstörungen Schlafstörung Schwindel Epilepsie.
00:01:28: Ich bin auch etwas psychiatrisch tätig weil das notwendig ist Und ein zusätzlicher Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Behandlung von Schmerzen aller Art.
00:01:39: Schmerzen, das ist ja ein Thema, das unfassbar viele Menschen beschäftigt.
00:01:43: Egal ob chronische Erkrankung oder einen Akutfall – jeder hat irgendwann in seinem Leben irgendwann mit Schmerz verschiedenster Ausprägungen zu tun.
00:01:53: Vielleicht nehmen Sie uns einmal mit in dieses Thema die Unterschiedlichkeit der Schmerze und Arten der Scherzen.
00:01:59: Was kann man darüber sagen?
00:02:00: Es gibt tatsächlich unterschiedliche Schmerzen, die miteinander nichts zu tun haben.
00:02:05: Es gibt zum Beispiel Kopfschmerzen ... es gibt Rückenschmerzen... es gibt Beinschmerzen und Arm-Schmerzen.
00:02:13: Schmerzend aufgrund orthopädischer Probleme, aufgrund von Bahnscheinvorfällen aber auch aufgrund der Nervenschäden wie bei der Gürtelrose.
00:02:24: Also es gibt sehr viele Formen von Schmerzem.
00:02:26: Man tut auch Schmerze gerne unterteilen In viszerale und neuropatische Schmerzen, das ist aber für die Ärzte interessant.
00:02:35: Viszerale Schmerze sind normale Schmerzens sowie Zahnschmerzen.
00:02:40: Und neuropartische Schmersen sind echte brennende Nervenschmerzen.
00:02:44: Aber die meisten Schmerzes sind eine Mischung aus viszeralen und neuropartischen Schmerzens.
00:02:52: Wenn Menschen dann mit Schmercen oder einer Schmerzinfindung zu ihnen kommen Worauf legen sie bei ihren Patientinnen und Patienten besonderen Wert?
00:03:00: Entsprechend der Philosophie, der Klinik der Konissen lege ich Wert darauf erstens mir genügend Zeit zu nehmen.
00:03:09: Das ist in einer Wahlarztpraxis natürlich einfach und auf eine möglichst ganzheitliche Betrachtung der Beschwerden weil der Körper und die Psyche bei den meisten Beschwerdern zusammenspielen.
00:03:23: zum Beispiel können Stress und Ängste die Schmerzen die Schmerzwahrnehmung verstärken.
00:03:31: Das heißt, wenn ich mich gerade in einer Angstsituation befinde oder wenn es mir vielleicht aus familiären Gründen nicht gut geht dann kann der Schmerz den ich ohnehin habe sich noch verstärkt?
00:03:40: Natürlich!
00:03:40: Wenn man Ängste hat dann nimmt man den Körper anders wahr.
00:03:45: dazu kommt auch wenn man irgendwo Schmerzen kriegt und Angst hat dass das Tumorschmerzen sehen dann ist man alarmiert stärker auf seinen Körper.
00:03:59: Das merke ich daran, dass wenn ich die Leute dann beruhige und sage okay das ist nichts Gefährliches, dass sich die Schmerzwahrnehmung nicht sofort aber innerhalb von einzelnen Tagen bis Wochen durchaus ändern kann.
00:04:15: Das ist eine spannende Beobachtung.
00:04:17: Braucht es manchmal die Expertise des Arztes der sagt Sie dürfen durchatmen, das ist kein bedrohlicher Schmerz.
00:04:24: Das ist vielleicht ein Verspannungsschmerz und der wird wieder vergehen.
00:04:30: Braucht es manchmal dieses Wohlwollende?
00:04:33: Erstens einmal die Expertise des Arztes ist gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig weil durch das Internet die Leute mit einer falsch und über Information im Internet konfrontiert sind.
00:04:48: Es gibt
00:04:48: ja nicht nur Dr.
00:04:49: Google, jetzt haben wir auch Dr.
00:04:50: Gepetit schon dazu bekommen?
00:04:52: Genau genau!
00:04:53: Und das Problem gerade auch bei künstlicher Intelligenz ist dass häufig die Fragen nicht korrekt gestellt werden und man tippt hinein zum Beispiel fastzikulierende Muskulatur und kommt auf irgendwelche schreckliche Erkrankungen Und dann beobachtet man sich ganz anders, kann da nicht mehr schlafen und ist in einer besonderen Situation.
00:05:18: Weil man ja Todesängste mitunter hat.
00:05:21: das ist gar nichts selten.
00:05:23: Und dann kommt er zum Arzt und der Arzt sagt gerade bei Muskelfastikulationen Ja, das ist gutartig!
00:05:31: Das kann man durchaus ignorieren.
00:05:33: einfach zuschauen das ist harmlos.
00:05:36: trinken sie mehr, schlafen sie mehr.
00:05:38: Trinken Sie vielleicht Magnesium und die Sache hat sich also.
00:05:41: das erledigt sich häufig so ohne dass man irgendwas Therapeutisches machen muss.
00:05:46: allein Die Aufklärung ist ganz ganz wichtig in der heutigen Zeit.
00:05:53: Was würden Sie denn sagen was ist denn der häufigste Grund?
00:05:56: Der Schmerzgrund warum Menschen zu ihnen kommen?
00:05:59: Zu mir kommen hauptsächlich Leute mit Kopfschmerzen.
00:06:03: Das hat sich irgendwie offensichtlich ergeben, dass Kopfschmärzpatienten häufiger zu mir kommen aber auch Rückenschmerzen.
00:06:13: Es ist so das in unserem Ordinationszentrum die Wirbelsäule stark im Fokus steht.
00:06:20: wir haben auch Wirbelsäuschen Kirurgen und sehr viele Orthopäden.
00:06:24: somit gehen leite Prämier zu diesen Chirurgen, den Orthopäden mit Schmerzern.
00:06:30: Irgendwann am Mai oder auch zuerst kommen auch zu mir.
00:06:34: Also ich habe sehr viel Kopfschmerzpatienten und auch muskuloskeletale Patienten mit muskuloskeletalen Schmerzen aber auch Patienten die auch Nervenschmerzen zum Beispiel im Rahmen der Polyneuropathie haben.
00:06:48: Dann schauen wir vielleicht gleich einmal dorthin bei den neurologischen Schmerzens.
00:06:51: was ist da die häufigste Schmerzausserungen, der Grund warum Menschen zu ihnen kommen.
00:06:57: Was ist der häufigste neurologische Schmerz den vielleicht auch Herr und Frau Österreicherin oder dem für Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher haben?
00:07:04: Ich tue mich schwer mit dem Begriff neurologischen Schmerzen weil ja alle Schmerze durch Nerven wahrgenommen werden.
00:07:12: somit während theoretisch alle schmerzen neurologisch das muss man mal sagen die Neuropatische Schmerzen sind spezielle Schmerze, sind auch nicht die häufigsten Schmerzens.
00:07:26: Die klassischen neuropatischen Schmerzes stehen Schmerzens im Rahmen der Polyneuropathie.
00:07:31: typischerweise äußern sie sich in Form von Krippeln, Brennen, unangenehmes Gefühl und so weiter.
00:07:39: aber zum Beispiel Rückenschmerzen, sind häufig Ziehhändeschmerzen brennende, also somit auch neuropatische Schmerzen.
00:07:50: Aber dem Begriff Neurologischeschmerzen mit dem kann man nichts anfangen, sondern man muss einfach sagen okay welche Region tut weh und was tut wehe?
00:08:02: Wie sprechen Sie mit Patienten über die Schmerzqualität?
00:08:05: wie kann man Schmerzkwalität überhaupt bemessen?
00:08:08: Ich frage immer bei allen Kopfschmerzen, wie die Kopfschmetzen sind.
00:08:13: Das heißt ich frage ob die Kopf schmerzen oder auch Körperschmerzen.
00:08:18: Ziehen sind, brennen sind, stechen sind in Falle von Kopfschmärzen pochen sind.
00:08:26: das heißt man kann das sehr gut fragen und die Leute können Wirklich zu Großteils sehr genau sagen, zum Beispiel bei Kopfschmerzen ist das ein pochren der Kopfschmärz.
00:08:37: Ist es ein Schraubstock drücken der Kopf-Schmerz?
00:08:41: Tut der Rücken zieht es oder brennt es oder beides?
00:08:46: Das können die Leute sehr gut artikulieren!
00:08:49: Sie sind ja auch ein ausgewiesener Experte, zu dem man sehr gerne kommt wenn man an Migräne leidet.
00:08:54: Beziehungsweise auch der Geheimtipp wo man sagt Zu ihnen sollte mal schauen wenn man mit diesem Thema befasst ist.
00:09:01: Migränen ist ein Thema das ja wirklich viele Menschen betrifft und dem viele auch im stillen Leiden kann Migräner auch hormonell bedingt sein körperlich bedingt seien.
00:09:12: Woher kommt dieser starke Begriff den so viele kennen?
00:09:15: Ich möchte einmal zuerst bitte widersprechen.
00:09:19: Ich möchte mich nicht als den Experten hinstellen.
00:09:25: Es gibt sehr viele gute Neurologen in Linz und Oberösterreich, wir haben auch sehr gute neurologische Zentren.
00:09:33: also ganz ehrlich betrachte ich mich als ein Arzt unter vielen.
00:09:39: Das ist einmal wichtig aber ich behandle gerne Kopfschmerzen.
00:09:44: Und ja, Hormone spielen zum Teil eine Rolle bei zum Beispiel Migräne.
00:09:50: Zum Beispiel beim Migräneranfällen am Beginn der Periodenblutung die aber nicht immer auftreten und auch nicht immer regelmäßig auftritten.
00:10:00: das heißt die Hormonen spielen eine Rolle Aber nicht immer und nicht ausschließlich.
00:10:06: Und ein zweites Beispiel ist, dass die Migränekobschmerzen häufig mit der Menopause der Frau verschwinden.
00:10:15: Aber auch nicht immer!
00:10:17: Wenn ich subjektiv meine Wahrnehmung vielleicht als Fragestellungsherleitung verwenden darf dann habe ich das Gefühl, dass unglaublich viele Frauen oder mehr Frauen an Migräne leiden als Männer.
00:10:28: Liege ich komplett falsch?
00:10:29: Oder gibt es dazu Messungen, Bewertungen oder ihre Expertise?
00:10:34: leiden tatsächlich mehr Frauen und Migränen als Männer?
00:10:36: Definitives Leiden viel mehr Frauen als Männer.
00:10:41: Das ist einerseits hormonell, aber das könnte auch mit der genetischen Ausstattung sein.
00:10:48: Sie müssen wissen oder sie wissen dass Frauen zwei x Kommosom haben, Männer x y Kommosome haben.
00:10:55: also es gibt doch einen biologischen Unterschied zwischen Männern und Frauen.
00:11:03: Es spielen die Hormone eine Rolle, aber heute zum Teil ist auch genetisch ist die Veranlagung das Frauen zu gewissen Erkrankungen mehr neigen und Männer zu anderen Erkankungen generell mehr neigend.
00:11:17: Wie kommt man denn überhaupt drauf als Patient, als Patientin?
00:11:22: Das ist jetzt kein einfacher Kopfschmerz der vielleicht ab und zu wiederkehrt.
00:11:25: Das ist tatsächlich Migräne!
00:11:28: Was kann der Weg sein, dass man das erkennt und was kann dann eine wirksame Therapie ihrerseits sein?
00:11:35: Bei der Kopfschmärztherapie Die ist das Befragen der Patienten am wichtigsten.
00:11:42: Sie können Migräne nicht mit einer körperlichen Untersuchung ertasten, sie können Migräne nicht feststellen wenn sie Kompetutomographie des Kopfes machen.
00:11:53: also sie können das alles nicht.
00:11:55: die gesamte Diagnostik der sogenannten primären Kopfschmerzen und es sind die häufigsten wie migräne Spanungs-Kopfschmerz, Clusterkopfschmärz läuft über das Befragen der Patienten.
00:12:07: Das heißt, der Arzt befragt die Patienten sehr systematisch und stellt dann die Diagnose.
00:12:15: Was kann der Patient tun?
00:12:17: Der Patient sollte seine Kopfschmerzen möglichst dokumentieren einfach auf einem Blatt Papier zum Beispiel mit Datum, Uhrzeit.
00:12:28: Wie lange der Kopfschmerz dauert?
00:12:29: Ist der Kopf schmerz einseitig, beizeitig pochern, pulsieren, stechen?
00:12:34: Welche Medikamente
00:12:35: helfen?".
00:12:36: Das muss aber der Patient nicht tun unbedingt, sondern der Arzt fragt beim Erstgespräch genau seine Fragen ab und motiviert die Patienten, die Kopfschmärzen entsprechend einer Vorlage zu dokumentieren.
00:12:53: Es gibt auch sehr gute Kopfschmerz-Apps, wo man seine Kopfschmärzen sehr genau dokumentieren kann und man kann die Dokumentation an den Arzt schicken.
00:13:07: Das lasse ich immer wieder meine Patienten
00:13:09: machen!
00:13:09: Aber das heißt, wenn man an regelmässigem Kopfschmerz leidet und man begibt sich zu ihnen dann kannst du durchaus hilfreich sein schon für dieses erste Gespräch.
00:13:18: Wenn man schon ein paar Daten mit hat und dabei hat und mit Ihnen aufgrund dieser Daten oder dieser Schmerzeeignisse auch besprechen kann?
00:13:25: Ganz genau!
00:13:26: Je genauer man seine Schmerzen dokumentiert hat und je genauer Man Informationen über Seine Kopfschmärzen geben kann umso leichter tut sich der Arzt.
00:13:36: Das gilt eigentlich für alle Schmerzen, aber bei Kopfschmerzen ist das ganz besonders weil wir die meisten Kopfschmärzen nicht durch CT, MRT und körperliche Untersuchung diagnostizieren können.
00:13:52: Kopfschmetz ist ja auch gern etwas über dass man sich ein bisschen darüber schummelt.
00:13:56: Man vielleicht gleich was einnimmt, nicht viel drüber spricht, weil es ist ja nur Kopfweh.
00:14:01: Ab wann weiß ich, dass dieses Kopfschmerztema so groß ist?
00:14:06: Dass sich Ihre Ordination aufsuchen sollte oder vielleicht anders gefragt.
00:14:10: Muss man sich ewig lange plagen oder wäre es einfach gescheit bald zu kommen und das bei Ihnen
00:14:16: abzuklären?".
00:14:17: Es haben sehr viele Menschen Kopfschmärzen!
00:14:20: Wenn man selten Kopfschmetzen hat und mit einer Tablette den Kopfschmelz in den Griff kriegt ist das kein Problem und man braucht nicht zu einem Arzt zu gehen, solange man nicht so häufig Kupfe hat.
00:14:36: Weil wenn man häufig Kopfschmerzmittel nimmt können Kopfschmärzmittel durchaus grobe Probleme machen.
00:14:43: Das heißt Man sollte einen Neurologen aufsuchen Wenn man sehr häufig Kopf schmerzen hat oder wenn man Kopfschmetzen hat die man durch Medikamente nicht einfach in den Griff kriegt.
00:14:56: Oder für Berufstätige, wenn man häufig ausfällt aufgrund von Kopfschmerzen.
00:15:01: Das kann ein Problem sein, wenn jemand einen oder zwei Tage in der Woche ausfält?
00:15:09: Warum ist denn Schmerztherapie für Patientinnen und Patienten so besonders wichtig?
00:15:14: Was ist Ihre Einschätzung und auch Ihre Erfahrung?
00:15:18: Hier müssen wir unterscheiden.
00:15:21: bei den Kopfschmärzen habe ich bereits erwähnt dass eine fachjetzliche Kontrolle oder Vorstellung günstig ist, wenn man häufig Kupfe hat.
00:15:32: Wenn man häufig auswählt und man häufig Medikamente nimmt.
00:15:36: Bei den anderen Schmerzen ist es ohnehin sehr günstiger durch etwas rascher zum Arzt zu gehen.
00:15:43: Zum Beispiel wenn man Schulterschmerzen hat okay?
00:15:46: Wenn man das mit einer Tablette... wenn man sich überarbeitet hat, mit der Tablette in den Griff kriegt, ist es kein Problem.
00:15:52: aber wenn man plötzlich starke Rückenschmerzen entwickelt oder plötzlich startige Gelenkschmerzen entwickelt, ist es günstig wenn man das abklärt.
00:16:03: Wenn man schaut woher kommt der Schmerz was könnte man tun und natürlich wenn man sehr häufig schmerzen hat muss man darauf achten dass sich der Scherz möglichst nicht konifiziert.
00:16:16: Das
00:16:17: ist ein schönes Stichwort.
00:16:18: Das wäre auch meine nächste Frage, ich bedanke mich für die Überleitung!
00:16:21: Der chronische Schmerz ist ja wirklich für ganz viele Menschen in Österreich ein Thema und viele fühlen sich auch damit sehr allein gelassen oder haben vielleicht noch nicht den richtigen Weg gefunden aus diesem chronischen Schmerzen finden herauszukommen.
00:16:35: Haben Sie einen Rat für Menschen, die vielleicht schon länger an Schmerze und allem was darum herum auch beschwerend wirkt?
00:16:43: Leiden!
00:16:45: Chronische Schmerzen sind immer noch eine große Herausforderung selbst für die Experten.
00:16:52: Es ist also nicht so, dass irgendein Experte ein Zaubermittel hat und chronische Scherzen wegzaubern kann.
00:17:02: Chronische schmerzen entstehen durch eine Fülle an Mechanismen, die ineinander spielen beginnen von sehr stark abgenützte, beschädigte Wirbelsäule, Gelenke und die Wirbelsaule kann man ja nicht austauschen bis über Chronifizierungsvorgänge im Gehirn oder im Rückenmark.
00:17:26: Über die jetzt sehr stark geforscht wird.
00:17:32: Das was ich unbedingt empfehle ist dass man trotz Schmerzen aktiv bleibt.
00:17:39: Das heißt, der Patient oder der Mensch mit chronischen Rückenschmerzen darf nicht aufhören sich zu bewegen und...
00:17:47: Man neigt ja dazu!
00:17:48: Wer das kennt, neigt dazu im hohen Schmerzzustand in die Stare zu verfallen?
00:17:53: Genau genau natürlich wenn man akute Schmerze hat wie zum Beispiel wenn man sich den Arm bricht dann macht es keinen Sinn diesen Arm permanent einzusetzen.
00:18:03: Das ist verständlich Aber das ist anders als der chronische Rückenschmerz.
00:18:10: Bei Rückenschmerzen geht man völlig anders vor, d.h.
00:18:14: selbst bei stark akuten Bandscheibenvorfällen versucht man die Patienten möglichst zu motivieren von Anfang an sich zu bewegen und sich in physiotherapeutische Behandlung zu begeben.
00:18:27: Da ist sogar besser, man nimmt mehr Schmerzmittel und man ist aktiver als man nimmt gar kein Schmerzwittel und liegt dann vier Wochen.
00:18:37: Weil das längere Liegen bei Rückenschmerzen dazu führt dass die Rückenmuskulatur beginnt abzubauen,
00:18:46: d.h.,
00:18:47: der Rücken muskulator wird immer schwächer und gerade bei Rückenschmerzen aller Art, bei akuten und chronischen Rückenschmärzen brauchen wir eine starke Rückenmuskulatur.
00:19:00: Das gilt auch für chronische Rückenschmerzpatienten, weil sie gefragt haben welchen Rat ich gebe.
00:19:06: mein Rad ist an chronischen Rückenschmärzpatient oder überhaupt an chronischem Patienten ist möglichst aktiv zu bleiben, möglichst zu trainieren das heißt sich ein Trainingsplan zusammenstellen zu lassen.
00:19:21: und gerade bei Rückenschmerzen.
00:19:23: Ganz wichtig sind die täglichen Übungen, die man von den Physiotherapeutin lernt.
00:19:30: Wenn ich jemandem zu den Physioterapeuten schicke sage ich immer zu den Leuten und ich schreibe auch auf meine Überweisungen bitte.
00:19:40: tägliche häusliche Rückenübungen.
00:19:43: Das ist ganz wichtig sowohl für akute Bahnscheinvorfälle als auch für die chronischen Rückenschmerzpatienten, weil diese häuslichen Übungen dauern eigentlich fünf bis zehn Minuten.
00:19:56: Die Zeit hat man und man lernt die Übung üblicherweise am besten von den Physiotherapeuten.
00:20:04: es gibt wenige Ärzte die so sehr gute Übungs vorzeigen können aber ganz wichtig ist also somit bei eigentlich allen Arten von Schmerzen, bei allen Artern möglichst aktiv zu bleiben und die Aktivität nicht zu reduzieren.
00:20:23: Ich höre bei Ihnen sehr viel Zugewandtheit zur Patientin- und ihrem Schmerzbedürfnis.
00:20:28: was war Ihr großer Antrieb als Mensch als Mediziner sich genau diesem Thema so anzunehren oder zu widmen?
00:20:36: Die Komplexität der der Problematik.
00:20:39: Ich fühlte mich zur Neurologie überhaupt hingezogen, weil Neurogie für mich immer im Studium und auch später ein so ein kompliziertes Fach war.
00:20:50: Das war so ein okkultes Fach.
00:20:51: die anderen Ärzte wissen wenig drüber.
00:20:54: man kann auch häufig zwischen Neurologe und Psychiatrie nicht unterscheiden.
00:20:59: Die gehen ineinander über.
00:21:01: Körper- und psychisch spielen ja miteinander eine Rolle.
00:21:07: Algemene Krankenhaus mit meiner Ausbildung begonnen habe, im algemenen Krankenhaus hatte man damals eine große Schmerzklinik.
00:21:18: Die Schmerzklinik war auch räumlich von der übrigen Neurologie getrennt die das allgemeine Krankenhaus Linz hatte damals die größte Schmerzzambulanz Österreichs Und mein erster neurologisches Schäf, Professor Klingler war eigentlich ein Schmerzspezialist und ein Neuralterepoid.
00:21:39: Und da bin ich von Anfang an – von Anfang der Ausbildung – angefangen mich auch mit Schmerzen zu befassen.
00:21:50: Das hat mich immer fasziniert.
00:21:54: Neben meinen neurologischen Tätigkeit habe ich auch Schmerzterepoide geblieben.
00:21:58: Was ist der wichtigste Satz, den Sie Schmerzpatienten mitgeben oder auch jetzt in diesem Podcast mitgeben können?
00:22:04: Wenn man an Schmerzen leidet dann...
00:22:06: ...möglichst aktiv bleiben.
00:22:08: Und was dagegen tun und auch Ja-Sport machen!
00:22:13: Ich verwende denn nicht ganz korrekten aber sehr populistischen Ausdruck.
00:22:18: der starke Rücken kennt kein Schmerzz.
00:22:21: Das ist zwar nicht ganz richtig, bei Prozent von Prozent der Patienten zutreffend.
00:22:29: Deswegen ist mein Rat, egal ob Medikamente ja oder nein das Wichtigste ist möglichst aktiv zu bleiben und sich vom Schmerz nicht runterkringen zu lassen.
00:22:41: Das schlechteste ist man reduziert seine Aktivität ein und tut nichts und bleibt zu Hause, bleibt sitzen und bewegt sich nicht.
00:22:50: Das ist das schlimmste was man für seinen Körper und für seine Seelen machen kann.
00:22:55: Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre eindringlichen Worte, ich glaube jeder der irgendwann mit Schmerz zu tun hatte hat sich sehr gehört gefüllt!
00:23:03: Ich bedank mich für Ihre Expertise und für das ein herzlichen Dank.
00:23:06: Ich
00:23:06: danke wieder Einladung.
00:23:09: Das war's für heute bei mir zur Liebe.
00:23:11: Sie haben noch Fragen oder möchten wissen an wen sie sich mit Ihrem Anliegen wenden können?
00:23:15: Dann nehmen Sie gern über den Gesundheits-Guide Kontakt mit uns auf.
00:23:19: Hier finden Sie persönliche Unterstützung, Antworten auf Ihre Fragen und jemandem, der Ihnen wirklich weiterhilft.
00:23:25: Den Link dazu finden sie wie immer in den Show-Notes!
00:23:28: Und wenn Ihnen der Podcast gefallen hat würden wir uns freuen, wenn Sie ihn abonnieren oder uns eine positive Bewertung hinterlassen.
00:23:35: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
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